In deutschen Küchen erlebt das bananenbrot derzeit eine renaissance, die weit über einen simplen trend hinausgeht. Dieses saftige gebäck vereint praktischen nutzen mit kulinarischem genuss: überreife bananen, die sonst im müll landen würden, verwandeln sich in einen aromatischen kuchen, der zum frühstück ebenso überzeugt wie zum nachmittagskaffee. Die zubereitung erfordert keine professionellen backkenntnisse, und das ergebnis begeistert selbst kritische gaumen. Was dieses rezept besonders macht, ist seine verlässlichkeit: die kombination aus natürlicher süße der bananen, dezenter würze und einer textur zwischen kuchen und brot gelingt praktisch immer. Für vier personen konzipiert, lässt sich die menge problemlos anpassen, und das bananenbrot hält sich mehrere tage frisch, sofern es nicht vorher vernascht wird.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung der backform und des ofens
Heizt den backofen auf 175 grad celsius vor. Diese temperatur ist entscheidend für eine gleichmäßige garung ohne zu starke bräunung. Fettet eine kastenform von etwa 25 zentimeter länge gründlich mit butter oder öl ein und staubt sie leicht mit mehl aus. Dieser schritt verhindert, dass der teig später am boden kleben bleibt. Alternativ könnt ihr backpapier verwenden, das den boden und die längeren seiten bedeckt.
2. bananen zerdrücken
Schält die drei sehr reifen bananen und gebt sie in eine große rührschüssel. Je reifer die bananen, desto süßer und aromatischer wird euer bananenbrot. Dunkle flecken auf der schale sind ein gutes zeichen. Zerdrückt die bananen mit einer gabel zu einem groben püree. Kleine stückchen dürfen ruhig bleiben, sie sorgen später für eine interessante textur. Dieser vorgang dauert etwa zwei minuten und erfordert keine perfektion.
3. trockene zutaten mischen
Nehmt eine zweite schüssel und vermengt darin das weizenmehl, backpulver, natron, salz und den gemahlenen zimt. Verwendet einen schneebesen, um alles gut zu durchmischen. Das backpulver und natron sind triebmittel, also substanzen, die den teig aufgehen lassen und für eine luftige konsistenz sorgen. Die gleichmäßige verteilung dieser zutaten ist wichtig, damit das brot überall gleichmäßig aufgeht.
4. feuchte zutaten kombinieren
Gebt zu den zerdrückten bananen die zwei eier, den zucker, das neutrale pflanzenöl und den vanilleextrakt. Verrührt alles mit einem schneebesen oder einer gabel, bis eine homogene masse entsteht. Der zucker muss sich nicht vollständig auflösen, aber die eier sollten gut eingearbeitet sein. Diese mischung bildet die aromatische basis eures bananenbrots und benötigt etwa drei minuten rührzeit.
5. teig zusammenführen
Gebt nun die trockenen zutaten zu den feuchten zutaten in die schüssel mit den bananen. Rührt mit einem spatel oder holzlöffel vorsichtig, bis gerade eben keine mehlstreifen mehr sichtbar sind. Hier gilt die goldene regel: nicht zu viel rühren. Übermäßiges rühren aktiviert das gluten im mehl zu stark, was zu einem zähen, festen brot führt. Etwa 15 bis 20 rührbewegungen reichen völlig aus. Der teig darf ruhig etwas klumpig aussehen.
6. nüsse unterheben
Hackt die walnüsse grob und hebt sie vorsichtig unter den teig. Die nüsse fügen nicht nur geschmack hinzu, sondern auch einen angenehmen biss. Wenn jemand in eurer runde keine nüsse mag, könnt ihr sie auch weglassen oder durch schokoladenstückchen ersetzen. Verteilt den teig gleichmäßig in der vorbereiteten kastenform und streicht die oberfläche glatt.
7. backen und garprobe
Schiebt die form auf die mittlere schiene des vorgeheizten ofens und backt das bananenbrot für 55 bis 60 minuten. Nach etwa 40 minuten könnt ihr die oberfläche mit alufolie abdecken, falls sie zu dunkel wird. Macht nach 55 minuten die stäbchenprobe: stecht mit einem holzspieß in die mitte des brots. Kommt er sauber oder mit nur wenigen krümeln heraus, ist das brot fertig. Bleibt teig kleben, verlängert die backzeit um fünf minuten.
8. abkühlen lassen
Lasst das bananenbrot etwa zehn minuten in der form abkühlen, bevor ihr es vorsichtig herauslöst. Stellt es dann auf ein kuchengitter zum vollständigen auskühlen. Dieser schritt ist wichtig, damit die feuchtigkeit von unten entweichen kann und das brot nicht matschig wird. Nach etwa einer stunde ist es vollständig ausgekühlt und bereit zum anschneiden.
Tipp vom Chefkoch
Verwendet wirklich sehr reife bananen mit vielen braunen flecken. Sie sind süßer und aromatischer als gelbe bananen und machen chemischen zucker teilweise überflüssig. Wenn eure bananen noch nicht reif genug sind, legt sie für 15 minuten bei 180 grad in den ofen, das beschleunigt den reifeprozess. Das bananenbrot schmeckt am nächsten tag sogar noch besser, weil die aromen Zeit hatten sich zu verbinden. Wickelt es in frischhaltefolie ein und bewahrt es bei raumtemperatur auf.
die perfekte begleitung zum bananenbrot
Zum bananenbrot passt hervorragend ein kräftiger filterkaffee oder ein schwarztee mit einem hauch milch. Die bitternoten des kaffees balancieren die süße des brots perfekt aus. Für kinder oder nachmittags empfiehlt sich ein glas vollmilch, deren cremigkeit die nussigen aromen unterstreicht. Wer es exotischer mag, probiert einen chai latte, dessen gewürze wunderbar mit dem zimt im brot harmonieren. An warmen tagen ist auch ein eiskaffee eine erfrischende alternative, die das bananenbrot zum sommerlichen genuss macht.
Zusätzliche Info
Das bananenbrot hat seine wurzeln in der amerikanischen küche der 1930er jahre, als während der großen depression sparsamkeit oberste priorität hatte. Hausfrauen wollten keine lebensmittel verschwenden, und überreife bananen waren damals wie heute ein häufiges problem. Mit der verbreitung von backpulver in haushalten wurde das rezept populär und entwickelte sich zum klassiker. In den usa gehört banana bread zum standardrepertoire jeder bäckerei und jeden cafés. Interessanterweise wird es trotz seines namens als kuchen und nicht als brot klassifiziert, da es süß ist und eine kuchenartige textur besitzt. Die bezeichnung bread bezieht sich lediglich auf die kastenform, in der es gebacken wird. Heute erlebt das rezept weltweit eine renaissance, besonders in zeiten, wo nachhaltigkeit und die vermeidung von lebensmittelverschwendung wichtiger werden.



