Grünes Curry mit Kokosmilch: veganes One-Pot-Rezept mit Pak Choi und Erbsen

Grünes Curry mit Kokosmilch: veganes One-Pot-Rezept mit Pak Choi und Erbsen

In der modernen Küche gewinnt die vegane One-Pot-Küche zunehmend an Bedeutung. Das grüne Curry mit Kokosmilch vereint dabei die aromatische Vielfalt der thailändischen Küche mit der praktischen Zubereitung in nur einem Topf. Diese Kreation aus zartem Pak Choi, süßen Erbsen und cremiger Kokosmilch beweist eindrucksvoll, dass pflanzliche Gerichte weder kompliziert noch zeitaufwendig sein müssen. Die würzige grüne Currypaste verleiht dem Gericht seine charakteristische Schärfe und sein unverwechselbares Aroma, während die Kokosmilch für eine sanfte, cremige Konsistenz sorgt. Besonders bemerkenswert ist die Nährstoffdichte dieses Gerichts: Pak Choi liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, Erbsen steuern pflanzliches Protein bei, und die Kokosmilch versorgt den Körper mit gesunden Fetten. Diese Kombination macht das Curry zu einer vollwertigen Mahlzeit, die sowohl sättigt als auch nährt. Die One-Pot-Methode reduziert nicht nur den Abwasch, sondern intensiviert auch die Geschmacksentwicklung, da alle Zutaten gemeinsam garen und ihre Aromen austauschen können.

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facile

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Zutaten

Beginnt damit, den Ingwer zu schälen und fein zu reiben. Schält die Knoblauchzehen und hackt sie sehr fein. Das Zitronengras wird vom äußeren harten Teil befreit und das weiche Innere fein geschnitten. Diese aromatischen Grundzutaten bilden die Basis eures Currys. Wascht den Pak Choi gründlich unter fließendem Wasser und schneidet ihn in mundgerechte Stücke. Trennt dabei die dickeren Stiele von den zarteren Blättern, da sie unterschiedliche Garzeiten benötigen. Die Erbsen könnt ihr bereits bereitstellen. Falls ihr frischen Koriander verwendet, wascht ihn und schüttelt ihn trocken.

2. Anbraten der aromatischen Basis

Erhitzt das Kokosöl in eurem großen Topf bei mittlerer Hitze. Sobald das Öl heiß ist, gebt die grüne Currypaste hinein und röstet sie etwa 1 bis 2 Minuten an. Dieser Schritt ist entscheidend, denn durch das Anrösten entfalten sich die ätherischen Öle und intensivieren den Geschmack erheblich. Fügt nun den geriebenen Ingwer, den gehackten Knoblauch und das geschnittene Zitronengras hinzu. Rührt kontinuierlich, damit nichts anbrennt. Die Küche wird sich mit wunderbaren Düften füllen.

3. Aufgießen mit Flüssigkeiten

Gießt nun die Kokosmilch und die Gemüsebrühe in den Topf. Rührt alles gut um, damit sich die Currypaste vollständig auflöst und mit den Flüssigkeiten verbindet. Bringt die Mischung zum Kochen und reduziert dann die Hitze, sodass das Curry sanft köchelt. Köcheln bedeutet, dass die Flüssigkeit leicht blubbert, aber nicht stark sprudelt. Gebt die Sojasauce hinzu und schmeckt mit Salz ab. Lasst das Curry etwa 5 Minuten köcheln, damit sich die Aromen gut verbinden können.

4. Zugabe des Gemüses

Gebt zuerst die dickeren Stiele des Pak Choi in das köchelnde Curry, da sie eine längere Garzeit benötigen. Nach etwa 3 Minuten fügt ihr die zarteren Blätter und die Erbsen hinzu. Rührt vorsichtig um, damit alles von der cremigen Currysauce umhüllt wird. Lasst das Gemüse weitere 5 bis 7 Minuten garen, bis der Pak Choi weich, aber noch bissfest ist und die Erbsen ihre leuchtend grüne Farbe behalten haben. Überkocht das Gemüse nicht, denn es soll seine Struktur und Nährstoffe bewahren.

5. Finale Würzung und Servieren

Nehmt den Topf vom Herd und fügt den frischen Limettensaft hinzu. Die Säure der Limette hebt die Aromen wunderbar hervor und verleiht dem Curry eine erfrischende Note. Schmeckt noch einmal ab und korrigiert bei Bedarf mit etwas mehr Sojasauce oder Salz. Entfernt die groben Stücke des Zitronengrases, falls gewünscht. Serviert das grüne Curry sofort mit dem separat gekochten Jasminreis. Garniert jede Portion mit frischen Korianderblättern, die dem Gericht eine zusätzliche aromatische Dimension verleihen.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Ein professioneller Tipp: Wenn ihr die Schärfe eures Currys individuell anpassen möchtet, beginnt mit weniger Currypaste und fügt nach und nach mehr hinzu. Die Schärfe lässt sich nachträglich durch zusätzliche Kokosmilch mildern. Für eine noch cremigere Konsistenz könnt ihr einen Esslöffel Cashewmus einrühren. Wer mehr Proteine wünscht, kann gebratene Tofuwürfel oder gekochte Kichererbsen ergänzen. Das Curry lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft noch intensiver, da die Aromen Zeit hatten, sich vollständig zu entfalten. Bewahrt Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf und erwärmt sie schonend.

Perfekte Getränkebegleitung

Zu diesem aromatischen grünen Curry empfiehlt sich ein halbtrockener Riesling aus Deutschland, dessen fruchtige Säure die Schärfe des Currys ausbalanciert. Alternativ harmoniert ein Gewürztraminer aus dem Elsass wunderbar mit den exotischen Gewürzen. Für Weinliebhaber, die Rotwein bevorzugen, bietet sich ein leichter, fruchtiger Pinot Noir an, der nicht zu tanninreich sein sollte. Wer alkoholfreie Optionen sucht, findet in einem gekühlten Jasmin-Tee oder einem Ingwer-Limetten-Wasser die perfekte Ergänzung. Ein frisch gepresster Mango-Lassi würde ebenfalls hervorragend zu den thailändischen Aromen passen und die Schärfe angenehm mildern.

Zusätzliche Info

Das grüne Curry, in Thailand als Gaeng Keow Wan bekannt, gehört zu den beliebtesten Gerichten der thailändischen Küche. Seine charakteristische grüne Farbe erhält es durch frische grüne Chilischoten, die zusammen mit Koriander, Zitronengras und anderen Gewürzen zu einer Paste verarbeitet werden. Historisch betrachtet entwickelte sich das grüne Curry im zentralen Thailand und unterscheidet sich deutlich vom milderen gelben und dem schärferen roten Curry. Die Verwendung von Kokosmilch ist typisch für die südthailändische Küche, wo Kokospalmen reichlich wachsen. In der traditionellen thailändischen Medizin wird Kokosmilch eine kühlende Wirkung zugeschrieben, die die Schärfe der Chilischoten ausgleicht. Die One-Pot-Methode ist zwar eine moderne Anpassung, entspricht aber dem thailändischen Prinzip der einfachen, unkomplizierten Zubereitung. Pak Choi, auch als chinesischer Senfkohl bekannt, wird in Asien seit über 5000 Jahren kultiviert und ist reich an Vitamin C, Kalzium und Eisen.

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