In den sozialen Netzwerken macht derzeit ein Dessert von sich reden, das die Regale der Supermärkte leerfegt: die Biscoff-Torte ohne Backen. Dieser virale Trend aus den USA hat sich in Windeseile über den Atlantik verbreitet und erobert nun die europäischen Küchen im Sturm. Die Kombination aus knusprigen Karamellkeksen und einer cremigen, luftigen Füllung hat Millionen von Naschkatzen in ihren Bann gezogen. Das Phänomen ist so groß geworden, dass Händler Schwierigkeiten haben, die berühmten belgischen Kekse nachzuliefern. Doch was macht dieses Dessert so besonders? Es ist die perfekte Balance zwischen Einfachheit und Raffinesse, zwischen Knusprigkeit und Cremigkeit. Heute enthüllen wir das Geheimnis dieser Sensation und zeigen euch, wie ihr diese köstliche Torte in eurer eigenen Küche zaubern könnt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Beginnt damit, die Biscoff-Kekse zu zerkleinern. Gebt etwa 300 g der Kekse in einen Gefrierbeutel und verschließt ihn gut. Mit einem Nudelholz rollt ihr nun über die Kekse, bis sie zu feinen Krümeln werden. Diese Technik nennt man zerbröseln, also das Zerkleinern trockener Zutaten zu einer krümeligen Konsistenz. Ihr könnt auch eine Küchenmaschine verwenden, wenn ihr eine besitzt, das geht schneller und gleichmäßiger.
2.
Schmelzt die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze oder in der Mikrowelle. Gebt die Kekskrümel in eine Schüssel und vermischt sie gründlich mit der geschmolzenen Butter. Die Mischung sollte an feuchten Sand erinnern. Drückt diese Masse gleichmäßig auf den Boden eurer Springform und stellt sie für 30 Minuten in den Kühlschrank. Dies bildet die knusprige Basis eurer Torte.
3.
Weicht die Gelatineblätter in einer Schüssel mit kaltem Wasser für etwa 5 Minuten ein. Sie werden dabei weich und gelartig. Die Gelatine ist wichtig, damit eure Creme später gut fest wird und sich sauber schneiden lässt.
4.
Nehmt den Frischkäse aus dem Kühlschrank und lasst ihn etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er weicher wird. Gebt ihn dann in eine große Schüssel und schlagt ihn mit dem Handmixer etwa 2 Minuten lang cremig. Fügt den Puderzucker und den Vanilleextrakt hinzu und mixt weiter, bis alles gut vermischt ist.
5.
Erwärmt 200 g des Biscoff-Aufstrichs kurz in der Mikrowelle für etwa 20 Sekunden, damit er flüssiger wird. Drückt die eingeweichten Gelatineblätter gut aus und gebt sie in den warmen Aufstrich. Rührt, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Lasst die Mischung etwas abkühlen, aber achtet darauf, dass sie nicht fest wird.
6.
Gebt die Biscoff-Gelatine-Mischung zur Frischkäsecreme und rührt alles mit einem Spatel vorsichtig unter. Die Bewegung sollte sanft sein, damit die luftige Struktur erhalten bleibt. Man nennt dies unterheben, eine Technik, bei der man Zutaten behutsam vermischt, ohne zu viel Luft herauszuschlagen.
7.
Schlagt die Schlagsahne in einer separaten, gekühlten Schüssel steif. Sie sollte feste Spitzen bilden, wenn ihr den Mixer herausnehmt. Gebt die Schlagsahne zur Biscoff-Frischkäse-Mischung und hebt sie vorsichtig unter. Arbeitet dabei von unten nach oben, um möglichst viel Luft in der Creme zu behalten.
8.
Holt die Springform mit dem Keksboden aus dem Kühlschrank. Gießt die Creme gleichmäßig darauf und streicht die Oberfläche mit einem Spatel glatt. Klopft die Form leicht auf die Arbeitsfläche, um eventuelle Luftblasen zu entfernen.
9.
Erwärmt die restlichen 150 g Biscoff-Aufstrich erneut kurz in der Mikrowelle, bis er flüssig ist. Gießt ihn über die Creme und verteilt ihn mit dem Spatel gleichmäßig. Ihr könnt mit einer Gabel oder einem Zahnstocher Muster in die Oberfläche ziehen, um einen dekorativen Marmoreffekt zu erzeugen.
10.
Zerbröselt die restlichen 100 g Biscoff-Kekse grob und streut sie über die Torte. Drückt sie leicht an, damit sie haften bleiben. Stellt die Torte für mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht, in den Kühlschrank. Die lange Kühlzeit ist wichtig, damit die Torte richtig fest wird und sich später perfekt schneiden lässt.
11.
Vor dem Servieren löst ihr den Springformrand vorsichtig. Taucht ein scharfes Messer in heißes Wasser, trocknet es ab und schneidet damit die Torte in Stücke. Nach jedem Schnitt das Messer erneut in heißes Wasser tauchen, so erhaltet ihr saubere, glatte Schnittkanten.
Tipp vom Chefkoch
Wenn ihr keine Gelatineblätter findet, könnt ihr auch Gelatinepulver verwenden. Die Umrechnung ist einfach: 6 Blätter entsprechen etwa 9 g Pulver. Löst das Pulver nach Packungsanweisung in etwas Wasser auf, bevor ihr es zum warmen Biscoff-Aufstrich gebt. Achtet darauf, dass der Frischkäse wirklich Raumtemperatur hat, sonst wird die Creme klumpig. Für eine noch intensivere Biscoff-Note könnt ihr zusätzlich einen Esslöffel Biscoff-Aufstrich in die Schlagsahne geben, bevor ihr sie steif schlagt. Die Torte lässt sich übrigens hervorragend einfrieren: Schneidet sie in Portionen und friert sie einzeln ein, so habt ihr immer einen schnellen Nachtisch parat.
Die perfekte Begleitung zum viralen Biscoff-Dessert
Zu dieser reichhaltigen, karamellisierten Torte empfiehlt sich ein kräftiger Espresso oder ein Cappuccino. Die Bitterkeit des Kaffees bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße des Desserts und reinigt den Gaumen zwischen den Bissen. Für Nicht-Kaffeetrinker ist ein schwarzer Tee wie Earl Grey oder ein Chai-Latte eine hervorragende Alternative. Die Gewürznoten des Tees harmonieren perfekt mit den Karamellaromen der Biscoff-Kekse. Kinder freuen sich über ein Glas kalte Milch, die die Süße angenehm abrundet. An warmen Tagen könnt ihr auch einen Eiskaffee oder einen Cold Brew servieren, der die cremige Textur der Torte wunderbar ergänzt.
Zusätzliche Info
Die Geschichte hinter dem viralen Phänomen ist ebenso faszinierend wie das Dessert selbst. Biscoff-Kekse, in Belgien als Speculoos bekannt, werden seit 1932 von der Firma Lotus Bakeries hergestellt. Ursprünglich waren sie ein traditionelles Gebäck, das in Belgien und den Niederlanden zum Kaffee gereicht wurde. Der internationale Durchbruch kam, als die Kekse in den 1980er Jahren als Bordverpflegung bei Fluggesellschaften eingeführt wurden. Der cremige Biscoff-Aufstrich wurde erst 2009 entwickelt, als Reaktion auf die wachsende Beliebtheit von Erdnussbutter in Europa.
Der virale Erfolg dieser No-Bake-Torte begann 2022 auf TikTok, als eine amerikanische Food-Bloggerin ihr Rezept teilte. Innerhalb weniger Wochen erreichte das Video über 50 Millionen Views. Die Einfachheit der Zubereitung, kombiniert mit dem spektakulären Ergebnis, machte das Rezept zum perfekten Social-Media-Content. In Großbritannien führte der Hype dazu, dass Supermärkte wie Tesco und Sainsbury’s zeitweise Kaufbeschränkungen für Biscoff-Produkte einführen mussten. Das Phänomen zeigt, wie soziale Medien die Esskultur beeinflussen und globale Food-Trends innerhalb kürzester Zeit entstehen lassen können.



