Französischer Zuckerkuchen: rezept und Anleitung für den perfekten Genuss

Französischer Zuckerkuchen: rezept und Anleitung für den perfekten Genuss

Der französische Zuckerkuchen, auch tarte au sucre genannt, gehört zu den traditionellen Backwaren aus dem Elsass und Nordfrankreich. Dieser einfache, aber köstliche Kuchen begeistert durch seine knusprige Hefeteigbasis und die karamellisierte Zuckerkruste mit butter. In vielen französischen Bäckereien findet man dieses Gebäck als festen Bestandteil des Sortiments. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Fähigkeiten, lediglich etwas Geduld beim Gehenlassen des Teiges. Das Ergebnis ist ein aromatischer Genuss, der sowohl zum Frühstück als auch zum Kaffee am Nachmittag perfekt passt.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. den hefeteig vorbereiten

Das mehl in eine große schüssel sieben und in die mitte eine mulde drücken. Die trockenhefe hineinbröseln und mit einem teelöffel zucker sowie etwas lauwarmer milch vermischen. Diese vorteig, also die aktivierung der hefe, etwa 10 minuten ruhen lassen, bis sich kleine bläschen bilden. Dies zeigt, dass die hefe aktiv ist und der teig gut aufgehen wird.

2.

Den restlichen zucker, das salz, die übrige milch und die weiche butter zum vorteig geben. Alles mit den händen oder einer küchenmaschine etwa 8 bis 10 minuten zu einem glatten, elastischen teig verkneten. Der teig sollte sich vom schüsselrand lösen und leicht glänzen. Falls er zu klebrig ist, noch etwas mehl hinzufügen.

3.

Die schüssel mit einem sauberen küchentuch abdecken und den teig an einem warmen ort ohne zugluft etwa 60 minuten gehen lassen. Der teig sollte sein volumen verdoppeln. Diese gärzeit, also die zeit, in der die hefe den teig aufgehen lässt, ist entscheidend für die luftige konsistenz.

4.

Die springform mit butter einfetten und leicht bemehlen. Den ofen auf 200 grad celsius vorheizen. Den gegangenen teig auf einer bemehlten arbeitsfläche kurz durchkneten und mit dem nudelholz zu einem kreis ausrollen, der etwas größer als die form ist.

5.

Den ausgerollten teig in die vorbereitete springform legen und einen etwa 2 cm hohen rand hochziehen. Mit den fingern kleine mulden in die teigoberfläche drücken. Diese vertiefungen nehmen später die butter-zucker-mischung auf und sorgen für die typische struktur des zuckerkuchens.

6.

Die butter für den belag in kleine stücke schneiden und gleichmäßig auf der teigoberfläche verteilen. Den zucker mit dem vanillezucker mischen und großzügig über die butter streuen. Die sahne vorsichtig und gleichmäßig über den zucker träufeln, ohne alles zu vermischen.

7.

Die springform auf der mittleren schiene in den vorgeheizten ofen schieben. Den kuchen etwa 25 bis 30 minuten backen, bis der rand goldbraun ist und die zuckeroberfläche karamellisiert. Die oberfläche sollte leicht blasen werfen und eine appetitliche karamellfarbe annehmen.

8.

Den kuchen aus dem ofen nehmen und in der form etwa 10 minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der form lösen und auf einem kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Der französische zuckerkuchen schmeckt lauwarm am besten, kann aber auch kalt genossen werden.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Um eine besonders knusprige karamellkruste zu erhalten, den zucker in den letzten 5 minuten der backzeit genau beobachten. Falls die oberfläche zu dunkel wird, mit alufolie abdecken. Für eine intensivere note kann man eine prise zimt zum zucker hinzufügen. Der kuchen lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten tag noch besser, wenn die aromen durchgezogen sind.

die perfekte begleitung zum zuckerkuchen

Zum französischen zuckerkuchen passt hervorragend ein aromatischer kaffee oder ein milder schwarztee. Die bitterkeit dieser getränke bildet einen angenehmen kontrast zur süße des kuchens. Besonders empfehlenswert ist ein café au lait, also kaffee mit milch, wie man ihn in frankreich traditionell zum frühstück trinkt. Für kinder eignet sich eine heiße schokolade oder warme milch. Am nachmittag kann auch ein glas apfelsaft eine erfrischende alternative sein, die die karamellnoten des kuchens unterstreicht.

Zusätzliche Info

Der französische zuckerkuchen hat seine wurzeln im elsass und in lothringen, zwei regionen im nordosten frankreichs mit starkem deutschen einfluss. Dort wird er traditionell tarte au sucre genannt und gehört seit jahrhunderten zur regionalen backkultur. Ursprünglich war dieser kuchen ein arme-leute-essen, da er nur aus grundzutaten besteht, die in jedem haushalt vorhanden waren. Die einfachheit der zutaten steht im kontrast zum raffinierten geschmack. In vielen französischen familien wird das rezept von generation zu generation weitergegeben, wobei jede familie ihre eigenen kleinen geheimnisse hat. Manche fügen dem teig orangenschale hinzu, andere verwenden braunen zucker für eine intensivere karamellnote. Der kuchen ist eng verwandt mit ähnlichen gebäcken wie dem deutschen butterkuchen oder dem belgischen tarte au sucre.

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