Hier vereinen sich Mascarpone und Zimt zu einem köstlichen Dessert

Hier vereinen sich Mascarpone und Zimt zu einem köstlichen Dessert

In der Welt der italienischen Desserts nimmt die Verbindung von Mascarpone und Zimt einen besonderen Platz ein. Diese cremige Köstlichkeit vereint die samtige Textur des italienischen Frischkäses mit der wärmenden Würze des orientalischen Gewürzes zu einem harmonischen Geschmackserlebnis. Das Dessert erinnert an winterliche Abende und gemütliche Momente, ohne dabei schwer im Magen zu liegen.

Die Zubereitung dieses Desserts erfordert keine komplizierten Techniken oder stundenlange Arbeit in der Küche. Mit wenigen hochwertigen Zutaten und etwas Geduld entsteht ein Restaurant-würdiges Ergebnis, das Gäste beeindruckt und die Familie begeistert. Der Mascarpone bildet dabei die cremige Grundlage, während der Zimt für die aromatische Note sorgt, die diesem Dessert seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Die Mascarponecreme vorbereiten

Den Mascarpone aus dem Kühlschrank nehmen und etwa zehn Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Dies erleichtert das Verrühren erheblich. In eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen oder Handmixer kurz auflockern. Der Mascarpone sollte geschmeidig werden, aber noch nicht zu flüssig. Dabei vorsichtig arbeiten, um die cremige Struktur zu bewahren. Mascarpone ist ein italienischer Doppelrahm-Frischkäse mit einem Fettgehalt von etwa 80 Prozent, der für seine besonders samtige Konsistenz bekannt ist.

2. Zucker und Gewürze einarbeiten

Den Puderzucker durch ein feines Sieb zur Mascarponecreme geben. Dies verhindert Klumpenbildung und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung. Den gemahlenen Zimt und den Vanilleextrakt hinzufügen. Alles mit dem Handmixer auf mittlerer Stufe etwa zwei Minuten lang cremig schlagen. Die Masse sollte luftig und leicht werden, aber nicht zu lange schlagen, sonst wird sie zu flüssig. Die fertige Creme sollte Spitzen bilden, wenn man den Mixer herauszieht.

3. Die Amaretti-Kekse zerkleinern

Die Amaretti-Kekse in einen verschließbaren Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz oder der flachen Seite eines Fleischklopfers vorsichtig zerkleinern. Nicht zu fein mahlen, sondern grobe Stücke und feines Pulver mischen lassen. Diese unterschiedlichen Texturen sorgen später für einen interessanten Biss im Dessert. Amaretti sind italienische Mandelkekse mit einem intensiven Marzipangeschmack und einer leicht knusprigen Konsistenz. Etwa ein Drittel der Kekse beiseite legen für die Dekoration.

4. Das Dessert schichten

Vier Dessertgläser oder durchsichtige Becher bereitstellen. Den Boden jedes Glases mit einer großzügigen Schicht zerkleinerter Amaretti-Kekse bedecken. Leicht andrücken, damit eine feste Basis entsteht. Darauf etwa zwei Esslöffel der Mascarponecreme geben und vorsichtig verstreichen. Eine weitere dünne Schicht Kekse folgen, dann wieder Creme. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Gläser fast gefüllt sind. Die oberste Schicht sollte immer Mascarponecreme sein. Mit einem Löffel die Oberfläche glatt streichen oder mit einem Spritzbeutel dekorative Tupfen setzen.

5. Die Honig-Zimt-Sauce zubereiten

Den Honig in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze leicht erwärmen, bis er flüssig wird. Einen halben Teelöffel gemahlenen Zimt einrühren und gut vermischen. Die Sauce sollte warm, aber nicht heiß sein. Diese aromatische Mischung über die Mascarponecreme in den Gläsern träufeln. Dabei kreisförmige Bewegungen machen, um ein schönes Muster zu erzeugen.

6. Die finale Dekoration

Das Kakaopulver durch ein feines Sieb über die Desserts stäuben. Dies gibt einen eleganten, professionellen Touch. Die gehackten Mandeln in einer trockenen Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften und leicht Farbe annehmen. Abkühlen lassen und über die Desserts streuen. Die restlichen Amaretti-Krümel darüber verteilen. Jeweils eine Zimtstange in jedes Glas stecken als dekoratives Element. Die Desserts mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen optimal entfalten können.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Um dem Dessert eine zusätzliche Geschmacksdimension zu verleihen, kann man die Mascarponecreme mit einem Esslöffel Amaretto oder Marsala anreichern. Dies verstärkt den italienischen Charakter und harmoniert wunderbar mit den Amaretti-Keksen. Wer es weniger süß mag, reduziert die Puderzuckermenge auf 60 Gramm und gleicht mit etwas mehr Zimt aus. Die Desserts lassen sich hervorragend einen Tag im Voraus zubereiten, wodurch die Kekse schön durchweichen und eine fast tiramisu-ähnliche Konsistenz entsteht. Für eine winterliche Variante kann man gemahlene Nelken oder Kardamom zum Zimt hinzufügen. Die Zimtstangen nicht nur als Dekoration betrachten, sondern sie über Nacht in der Creme lassen, damit sie ihr Aroma abgeben können.

Die perfekte Begleitung zum Dessert

Zu diesem cremigen Mascarpone-Zimt-Dessert passt ein Vin Santo aus der Toskana hervorragend. Dieser süße italienische Dessertwein mit seinen Noten von getrockneten Früchten, Honig und Nüssen harmoniert perfekt mit der Süße des Mascarpone und der Würze des Zimts. Alternativ bietet sich ein Moscato d’Asti an, dessen leichte Perlage und fruchtige Süße einen schönen Kontrast zur cremigen Textur bildet.

Für Nicht-Alkoholiker empfiehlt sich ein Chai-Latte oder ein Zimtkaffee. Die Gewürze im Chai-Tee ergänzen die Zimtnote im Dessert, während ein Espresso mit einem Hauch Zimt die Süße ausbalanciert. Ein heißer Apfelsaft mit Zimt wäre ebenfalls eine wunderbare Wahl, besonders in der kalten Jahreszeit.

Zusätzliche Info

Die Kombination von Mascarpone und Zimt hat ihre Wurzeln in der norditalienischen Küche, wo der cremige Frischkäse traditionell in der Region Lombardei hergestellt wird. Ursprünglich zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert entwickelt, wurde Mascarpone zunächst als eigenständiger Käse genossen, bevor er zum unverzichtbaren Bestandteil klassischer Desserts wie Tiramisu wurde.

Der Zimt hingegen reiste über die alten Handelsrouten aus Ceylon und Südostasien nach Europa und galt lange Zeit als kostbares Luxusgut. Im Mittelalter war er so wertvoll, dass er als Geschenk für Könige und Adelige diente. Die Venezianer kontrollierten den Zimthandel und machten damit beträchtliche Gewinne. Heute vereint dieses Dessert diese beiden Zutaten aus unterschiedlichen Welten zu einer harmonischen Einheit.

In der italienischen Küche wird Mascarpone traditionell mit süßen Komponenten kombiniert, während Zimt eher in der orientalischen und nordeuropäischen Küche Verwendung findet. Diese Fusion repräsentiert die moderne Dessertkultur, die keine geografischen Grenzen mehr kennt. Das Dessert eignet sich besonders für die Wintermonate, wenn die wärmenden Eigenschaften des Zimts besonders geschätzt werden, kann aber das ganze Jahr über genossen werden.

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