Aromatisch und wärmend: Ein Curry mit Fisch, Glasnudeln und viel Gemüse

Aromatisch und wärmend: Ein Curry mit Fisch, Glasnudeln und viel Gemüse

In der kalten Jahreszeit sehnt sich der Körper nach wärmenden Gerichten, die nicht nur sättigen, sondern auch die Sinne verwöhnen. Dieses asiatisch inspirierte Fischcurry mit Glasnudeln und buntem Gemüse vereint genau diese Eigenschaften in einer Schüssel voller Aromen. Die Kombination aus zartem Fisch, durchsichtigen Nudeln und knackigem Gemüse in einer würzigen Currysauce bietet eine perfekte Balance zwischen Leichtigkeit und Sättigung.

Currys haben in vielen asiatischen Ländern eine lange Tradition und werden oft als comfort food – also als Wohlfühlessen – geschätzt. Die Verwendung von Glasnudeln, auch cellophane noodles genannt, verleiht dem Gericht eine besondere Textur, während die verschiedenen Gemüsesorten für Farbe und Nährstoffe sorgen. Dieses Rezept ist nicht nur geschmacklich überzeugend, sondern auch optisch ein Highlight auf jedem Teller.

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moyen

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Glasnudeln

Beginnt mit der Vorbereitung der Glasnudeln, die auch als mungobohnen-nudeln bezeichnet werden. Gebt die Glasnudeln in eine große Schüssel und übergießt sie mit kochendem Wasser. Lasst sie etwa 8 bis 10 Minuten einweichen, bis sie weich und durchsichtig werden. Während des Einweichens solltet ihr sie gelegentlich mit einer Gabel auflockern, damit sie nicht zusammenkleben. Nach der Einweichzeit gießt ihr die Nudeln durch ein Sieb ab und spült sie kurz mit kaltem Wasser ab. Dieser Schritt stoppt den Garprozess und verhindert, dass die Nudeln zu weich werden. Stellt die abgetropften Nudeln beiseite.

2. Zubereitung des Gemüses

Während die Glasnudeln einweichen, kümmert ihr euch um das Gemüse. Wascht den Pak Choi gründlich und schneidet ihn in mundgerechte Stücke, wobei ihr die weißen Stiele von den grünen Blättern trennt. Die Stiele benötigen etwas mehr Garzeit als die Blätter. Entfernt die Kerne aus der roten Paprika und schneidet sie in feine Streifen. Putzt die Zuckerschoten, indem ihr die Enden abschneidet und eventuell vorhandene Fäden entfernt. Schält den Ingwer mit einem Löffel – das ist eine schonende Methode, die weniger Verschnitt verursacht – und schneidet ihn in feine Scheiben oder Stifte. Schält die Knoblauchzehen und hackt sie fein. Diese Vorbereitungen sind wichtig, denn beim Wok-Kochen geht alles sehr schnell.

3. Vorbereitung des Fischs

Tupft den Fisch mit Küchenpapier trocken, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Dies hilft später beim Anbraten und verhindert, dass der Fisch zerfällt. Schneidet den Fisch in etwa 3 bis 4 Zentimeter große Würfel. Würzt die Fischwürfel leicht mit Salz und Pfeffer und stellt sie kühl. Achtet darauf, dass ihr den Fisch nicht zu früh würzt, da das Salz ihm Feuchtigkeit entzieht. Die Würfel sollten etwa gleich groß sein, damit sie gleichmäßig garen.

4. Anbraten der Aromaten

Erhitzt das Sesamöl in einem Wok oder einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Wenn das Öl heiß ist, gebt ihr den gehackten Knoblauch und den Ingwer hinein. Bratet beides etwa 30 Sekunden an, bis es duftet – aber passt auf, dass nichts anbrennt, denn das würde einen bitteren Geschmack erzeugen. Fügt dann die rote Currypaste hinzu und rührt sie etwa eine Minute lang unter ständigem Rühren an. Dieser Schritt ist wichtig, denn durch das Anbraten entfaltet die Currypaste ihre vollen Aromen und verliert ihre rohe Note. Die Paste sollte intensiv duften und leicht an der Pfanne anhaften.

5. Zubereitung der Currysauce

Gießt nun die Kokosmilch in den Wok und rührt sie gut mit der Currypaste um, sodass sich alles verbindet. Fügt die Gemüsebrühe, die Fischsauce, den Limettensaft, den Zucker und den getrockneten Koriander hinzu. Rührt alles gut durch und lasst die Sauce etwa 3 Minuten köcheln. Die Fischsauce ist eine traditionelle Zutat in der asiatischen Küche und verleiht dem Gericht eine besondere umami-Note – also einen herzhaften, würzigen Geschmack. Der Zucker balanciert die Schärfe der Currypaste aus und rundet die Aromen ab. Schmeckt die Sauce ab und passt sie nach eurem Geschmack an.

6. Garen des Gemüses

Gebt zuerst die weißen Stiele des Pak Choi und die Paprikastreifen in die Sauce, da diese etwas länger brauchen. Lasst das Gemüse etwa 3 Minuten in der Sauce köcheln. Fügt dann die Zuckerschoten und die grünen Blätter des Pak Choi hinzu und lasst alles weitere 2 Minuten garen. Das Gemüse sollte noch etwas Biss haben und nicht zu weich werden. Diese Garmethode nennt man al dente – das Gemüse bleibt knackig und behält seine Nährstoffe.

7. Hinzufügen des Fischs

Legt nun vorsichtig die Fischwürfel in die Sauce und verteilt sie gleichmäßig. Reduziert die Hitze auf mittlere Stufe und lasst den Fisch etwa 5 bis 7 Minuten sanft in der Sauce garen. Rührt dabei nur sehr vorsichtig um, damit die Fischwürfel nicht zerfallen. Der Fisch ist fertig, wenn er eine weiße, undurchsichtige Farbe angenommen hat und sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt. Zu langes Garen macht den Fisch trocken und zäh, also achtet auf die Zeit.

8. Finale Zusammenstellung

Gebt die abgetropften Glasnudeln in den Wok und vermengt sie vorsichtig mit der Currysauce und dem Gemüse. Die Nudeln nehmen die Aromen der Sauce auf und werden dadurch noch geschmackvoller. Lasst alles zusammen noch etwa 2 Minuten erwärmen, damit sich die Aromen verbinden. Schmeckt das Curry ein letztes Mal ab und fügt bei Bedarf noch etwas Salz, Pfeffer oder Limettensaft hinzu. Das Gericht sollte eine ausgewogene Mischung aus würzig, süß, sauer und salzig sein.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr keine frischen Glasnudeln findet, sind getrocknete eine hervorragende Alternative und oft sogar praktischer. Achtet beim Kauf von Fisch auf Frische: die Augen sollten klar sein, das Fleisch fest und der Geruch angenehm nach Meer. Ihr könnt das Curry nach Belieben schärfer machen, indem ihr mehr Currypaste verwendet oder frische Chilischoten hinzufügt. Für eine vegetarische Variante ersetzt den Fisch durch festen Tofu und die Fischsauce durch Sojasauce. Die Glasnudeln können auch durch Reisnudeln ersetzt werden, falls ihr diese bevorzugt. Wenn das Curry zu dickflüssig wird, fügt einfach etwas mehr Gemüsebrühe hinzu. Bereitet alle Zutaten vor dem Kochen vor, denn beim Wok-Kochen geht alles sehr schnell und ihr habt keine Zeit zum Schneiden während des Kochens.

Passende Getränkebegleitung

Zu diesem aromatischen Fischcurry empfiehlt sich ein halbtrockener Riesling aus Deutschland, dessen fruchtige Säure die Schärfe der Currypaste ausgleicht und die Aromen des Fischs unterstreicht. Alternativ passt ein Gewürztraminer hervorragend, da seine würzigen Noten mit den asiatischen Gewürzen harmonieren. Für Weißweinliebhaber ist auch ein Grüner Veltliner eine gute Wahl, dessen pfeffrige Note die Komplexität des Gerichts ergänzt.

Wer lieber Bier trinkt, sollte zu einem hellen Lagerbier oder einem asiatischen Bier wie Singha oder Tiger greifen, die die Schärfe mildern und den Gaumen erfrischen. Für eine alkoholfreie Option bietet sich ein Ingwer-Limonaden-Mix oder ein gekühlter Jasmin-Tee an, der die asiatischen Aromen aufgreift und das Geschmackserlebnis abrundet.

Zusätzliche Info

Currys haben ihren Ursprung in Südasien, haben sich aber über die Jahrhunderte in verschiedenen Ländern weiterentwickelt und regionale Varianten hervorgebracht. Das thailändische Curry, das diesem Rezept zugrunde liegt, unterscheidet sich von indischen Currys durch die Verwendung von frischen Kräutern und Currypasten statt Currypulver. Die rote Currypaste wird traditionell aus roten Chilischoten, Knoblauch, Zitronengras, Galgant und Garnelenpaste hergestellt.

Glasnudeln, auch cellophane noodles oder bean thread noodles genannt, werden aus Mungobohnenstärke hergestellt und sind in der asiatischen Küche weit verbreitet. Sie sind glutenfrei und nehmen hervorragend die Aromen der Saucen auf, in denen sie serviert werden. In Thailand werden sie oft in Suppen, Salaten und Pfannengerichten verwendet. Die Kombination von Fisch und Kokosmilch ist typisch für die Küstenregionen Südostasiens, wo frischer Fisch reichlich verfügbar ist und Kokosnüsse zu den Grundnahrungsmitteln gehören.

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