Bunter Gemüse-Flammkuchen mit Dinkelteig – knusprig, leicht und schnell gemacht

Bunter Gemüse-Flammkuchen mit Dinkelteig – knusprig, leicht und schnell gemacht

Der bunte Gemüse-Flammkuchen mit Dinkelteig erobert die moderne Küche im Sturm. Diese elsässische Spezialität erfährt durch die Verwendung von Dinkelmehl und frischem Gemüse eine zeitgemäße Interpretation. Der knusprige Boden, die cremige Basis und die farbenfrohe Gemüseauflage machen dieses Gericht zu einem echten Hingucker auf jedem Tisch. In nur 30 Minuten Zubereitungszeit entsteht ein leichtes, bekömmliches Gericht, das sich perfekt für spontane Gäste oder entspannte Familienabende eignet. Die Kombination aus nussigem Dinkelteig und buntem Gemüse überzeugt nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Dieser Flammkuchen beweist eindrucksvoll, dass gesunde Ernährung und Genuss keine Gegensätze sein müssen.

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facile

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Dinkelteig vorbereiten

Das Dinkelmehl in eine große Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen. Das lauwarme Wasser mit dem Olivenöl und dem Salz vermischen. Die Flüssigkeit in die Mulde gießen und mit einer Gabel von innen nach außen einarbeiten. Sobald sich ein grober Teig bildet, mit den Händen weiterkneten, bis eine geschmeidige, elastische Kugel entsteht. Der Teig sollte nicht mehr kleben. Falls er zu feucht ist, etwas Mehl hinzufügen. Den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit das Dinkelmehl die Flüssigkeit vollständig aufnehmen kann und der Teig später nicht reißt.

2. Cremige Basis zubereiten

Während der Teig ruht, die Crème fraîche mit dem Schmand in einer Schüssel glattrühren. Die Knoblauchzehen schälen und durch eine Knoblauchpresse direkt in die Creme-Mischung pressen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Alles gut verrühren, bis eine homogene, cremige Masse entsteht. Diese Basis verleiht dem Flammkuchen seine typische Sämigkeit und verbindet sich beim Backen perfekt mit dem Teig. Die Mischung im Kühlschrank aufbewahren, bis sie benötigt wird.

3. Gemüse vorbereiten

Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. Beide Paprikaschoten halbieren, entkernen und in schmale Streifen schneiden. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Das Gemüse sollte möglichst dünn geschnitten werden, damit es beim kurzen Backvorgang gar wird und der Flammkuchen seine typische Knusprigkeit behält. Den Ziegenkäse in kleine Stücke zupfen oder würfeln und bereitstellen.

4. Teig ausrollen

Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig mit einem Nudelholz sehr dünn ausrollen. Der Teig sollte etwa 3 Millimeter dick sein, das ist typisch für einen authentischen Flammkuchen. Je dünner der Teig, desto knuspriger wird das Ergebnis. Den ausgerollten Teig vorsichtig auf das vorbereitete Backblech legen und die Ränder leicht andrücken.

5. Flammkuchen belegen

Die cremige Basis gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen schmalen Rand von etwa einem Zentimeter frei lassen. Mit einem Löffelrücken die Creme glattstreichen. Nun das vorbereitete Gemüse harmonisch auf der Creme verteilen. Dabei auf eine bunte Farbverteilung achten, sodass rote, gelbe und grüne Farbtupfer sich abwechseln. Die Zwiebelringe darüber streuen und die Ziegenkäsestücke gleichmäßig verteilen. Mit getrocknetem Thymian und Oregano bestreuen.

6. Backen und servieren

Den belegten Flammkuchen auf der untersten Schiene des vorgeheizten Ofens 10 bis 12 Minuten backen. Der Teigrand sollte goldbraun und knusprig sein, das Gemüse leicht gebräunt an den Rändern. Die Backzeit kann je nach Ofen leicht variieren, daher nach 10 Minuten kontrollieren. Den fertigen Flammkuchen aus dem Ofen nehmen und sofort in Stücke schneiden. Heiß servieren, solange der Teig noch knusprig ist.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Der Schlüssel zu einem perfekt knusprigen Flammkuchen liegt in der Temperatur. Der Ofen muss wirklich heiß sein, mindestens 250 Grad. Wer einen Pizzastein besitzt, sollte diesen unbedingt verwenden und mindestens 30 Minuten vorheizen. Der Stein speichert die Hitze und sorgt für einen besonders knusprigen Boden. Den Teig so dünn wie möglich ausrollen, fast transparent. Falls der Dinkelteig beim Ausrollen reißt, liegt das meist daran, dass er zu trocken ist. Einfach die Risse mit etwas Wasser befeuchten und zusammendrücken. Das Gemüse sollte nicht zu dick geschnitten werden, sonst gibt es zu viel Feuchtigkeit ab und der Teig wird matschig. Wer mag, kann den Flammkuchen nach dem Backen noch mit frischen Kräutern wie Basilikum oder Rucola garnieren. Dies verleiht zusätzliche Frische und einen interessanten Geschmackskontrast.

Passende Getränke zum bunten Gemüse-Flammkuchen

Zu diesem leichten, gemüsebetonten Flammkuchen passt hervorragend ein trockener Weißwein aus dem Elsass, der Heimat des Flammkuchens. Ein Riesling oder ein Pinot Blanc harmonieren perfekt mit der cremigen Basis und dem frischen Gemüse. Die fruchtigen Noten des Weins ergänzen die Süße der Paprika, während die Säure die Cremigkeit ausbalanciert. Wer lieber Rotwein trinkt, sollte zu einem leichten, fruchtigen Pinot Noir greifen. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles Lagerbier oder ein Weizenbier, dessen Frische die Aromen des Gemüses unterstreicht. Als alkoholfreie Alternative bietet sich ein Apfelschorle oder ein Holunderblütensirup mit Mineralwasser an.

Zusätzliche Info

Der Flammkuchen, im Elsässischen Flammekueche genannt, hat eine jahrhundertealte Tradition. Ursprünglich diente er Bäckern als Temperaturtest für ihre Holzöfen. Der dünne Teig wurde vor dem eigentlichen Brotbacken in den Ofen geschoben. An der Bräunung erkannte man, ob die Temperatur stimmte. Die klassische Variante wird mit Zwiebeln und Speck belegt, doch moderne Interpretationen wie dieser bunte Gemüse-Flammkuchen zeigen die Vielseitigkeit dieses Gerichts. Die Verwendung von Dinkelmehl statt herkömmlichem Weizenmehl macht den Teig bekömmlicher und verleiht ihm eine nussige Note. Dinkel enthält mehr Mineralstoffe und Vitamine als Weizen und wird oft besser vertragen. Der hohe Ballaststoffgehalt sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl. Diese vegetarische Variante ist nicht nur farbenfroh, sondern auch nährstoffreich durch die Vielfalt an Gemüsesorten.

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