In deutschen Supermärkten gehören Fruchtzwerge seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Kinderprodukten. Doch ein genauer Blick auf die Zutatenliste offenbart oft mehr Zucker und Zusatzstoffe als gesunde Früchte. Die gute Nachricht: Eine selbstgemachte Alternative lässt sich in nur fünf Minuten mit lediglich drei natürlichen Zutaten herstellen. Diese hausgemachte Variante überzeugt nicht nur ernährungsbewusste Eltern, sondern schmeckt auch Kindern hervorragend. Ohne künstliche Aromen, Farbstoffe oder übermäßigen Zucker entsteht ein cremiger Fruchtquark, der den industriellen Produkten in nichts nachsteht. Die Kontrolle über Zutaten und Süße macht diese Version zur gesünderen Wahl für die ganze Familie.
Während kommerzielle Produkte oft versteckte Zusätze enthalten, garantiert die selbstgemachte Variante absolute Transparenz. Der finanzielle Vorteil ist ebenfalls beachtlich, denn die Herstellungskosten liegen deutlich unter dem Supermarktpreis. Mit dieser einfachen Methode lassen sich größere Mengen auf Vorrat produzieren, die sich problemlos mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren lassen. Ein praktischer Ansatz für beschäftigte Familien, die Wert auf gesunde Ernährung legen.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Früchte vorbereiten und pürieren
Die gefrorenen Beeren aus dem Gefrierschrank nehmen und etwa zwei Minuten bei Raumtemperatur antauen lassen. Dieser Schritt erleichtert das Pürieren erheblich und verhindert, dass der Mixer überlastet wird. Die Beeren sollten nicht vollständig aufgetaut sein, sondern nur leicht angetaut, damit sie noch kühlend wirken. Mit einem Stabmixer oder einem herkömmlichen Standmixer die Beeren zu einem feinen Püree verarbeiten. Das Pürieren bezeichnet das Zerkleinern von Lebensmitteln zu einer glatten, homogenen Masse. Je nach gewünschter Konsistenz kann das Püree feiner oder etwas stückiger belassen werden. Für kleine Kinder empfiehlt sich eine besonders glatte Textur ohne Fruchtstücke.
2. Joghurt und Süßungsmittel hinzufügen
Den Naturjoghurt oder Quark in eine große Schüssel geben. Die Wahl zwischen Joghurt und Quark hängt von der gewünschten Konsistenz ab: Joghurt ergibt eine cremigere, flüssigere Masse, während Quark für eine festere Konsistenz sorgt. Beide Varianten funktionieren hervorragend und können auch kombiniert werden. Den Honig oder Ahornsirup hinzufügen und zunächst nur mit dem Joghurt vermischen, bevor das Fruchtpüree untergerührt wird. Diese Reihenfolge garantiert eine gleichmäßige Verteilung der Süße. Die Süßungsmenge kann individuell angepasst werden, je nach Geschmack und Alter der Kinder. Für sehr kleine Kinder unter einem Jahr sollte anstelle von Honig ausschließlich Ahornsirup verwendet werden, da Honig für Säuglinge nicht geeignet ist.
3. Fruchtpüree einrühren und abschmecken
Das vorbereitete Fruchtpüree langsam zum gesüßten Joghurt geben. Mit einem Löffel oder Schneebesen vorsichtig unterrühren, bis eine homogene rosa oder rote Masse entsteht. Wer eine marmorierte Optik bevorzugt, rührt das Püree nur leicht unter, sodass noch Schlieren sichtbar bleiben. Diese Variante sieht besonders ansprechend aus und erinnert an kommerzielle Produkte. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt zum Abschmecken: Bei Bedarf noch etwas mehr Süßungsmittel oder Fruchtpüree ergänzen. Die Mischung sollte angenehm fruchtig schmecken, ohne zu süß zu sein. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Säure der Früchte und Süße des Honigs ist entscheidend für das Geschmackserlebnis.
4. In Portionsgläser füllen und servieren
Die fertige Fruchtquarkmasse in kleine Portionsgläser, Schälchen oder wiederverwendbare Becher füllen. Besonders praktisch sind kleine Gläser mit Schraubverschluss, die sich für unterwegs eignen und in Brotdosen passen. Die Portionsgröße sollte etwa 100 bis 150 Gramm betragen, ähnlich wie bei den gekauften Varianten. Wer möchte, kann die Oberfläche noch mit einigen frischen Beeren, Nüssen oder Getreideflocken dekorieren. Die selbstgemachten Fruchtzwerge sind sofort verzehrfertig oder lassen sich im Kühlschrank bis zu fünf Tage aufbewahren. Für optimale Frische die Gläser luftdicht verschließen und im hinteren Bereich des Kühlschranks lagern, wo die Temperatur am konstantesten bleibt.
Tipp vom Chefkoch
Für zusätzliche Nährstoffe lässt sich ein Teelöffel gemahlene Leinsamen oder Chiasamen unterrühren, die kaum geschmacklich auffallen, aber wertvolle Omega-3-Fettsäuren liefern. Wer eine noch cremigere Konsistenz wünscht, kann einen Esslöffel Sahne oder pflanzliche Sahne hinzufügen. Bei der Beerenwahl sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren oder Mischungen funktionieren alle hervorragend. Tiefgefrorene Früchte haben den Vorteil, dass sie das ganze Jahr über verfügbar sind und oft mehr Vitamine enthalten als frische Ware, die lange Transportwege hinter sich hat. Ein praktischer Tipp für beschäftigte Eltern: Die doppelte oder dreifache Menge zubereiten und in Portionsgläsern bevorraten. So steht immer eine gesunde Zwischenmahlzeit bereit, wenn der kleine Hunger kommt. Für ältere Kinder kann die Süße reduziert werden, um sie an weniger süße Geschmäcker zu gewöhnen. Experimentierfreudige können auch exotische Früchte wie Mango oder Ananas verwenden, die dem Quark eine besondere Note verleihen.
Passende Getränke zum selbstgemachten Fruchtquark
Als erfrischende Begleitung zum fruchtigen Quark eignet sich am besten stilles Wasser oder leicht gesprudeltes Mineralwasser. Für Kinder bietet sich auch verdünnter Fruchtsaft an, wobei das Mischverhältnis bei mindestens drei Teilen Wasser zu einem Teil Saft liegen sollte. Ungesüßte Früchtetees, kalt serviert, harmonieren wunderbar mit der fruchtigen Note des Quarks. Besonders Himbeer-, Erdbeer- oder Waldfruchttees unterstreichen die Aromen, ohne zusätzlichen Zucker einzubringen.
Für Erwachsene, die den Fruchtquark als leichten Snack genießen, passt ein gekühlter grüner Tee oder ein milder Kräutertee wie Kamille oder Melisse. Diese Getränke bieten einen angenehmen Kontrast zur Cremigkeit des Quarks. Wichtig ist, auf stark gesüßte Getränke zu verzichten, um den gesundheitlichen Vorteil der selbstgemachten Variante nicht zu konterkarieren. Milch ist ebenfalls eine gute Wahl, besonders für Kinder, die zusätzliches Kalzium benötigen.
Zusätzliche Info
Die Geschichte der Fruchtzwerge reicht in Deutschland bis in die 1980er Jahre zurück, als sie als praktischer Kindersnack auf den Markt kamen. Seitdem haben sie sich als fester Bestandteil der Kinderernährung etabliert, obwohl Ernährungsexperten zunehmend den hohen Zuckergehalt kritisieren. Die selbstgemachte Variante knüpft an die Tradition des Fruchtquarks an, der in vielen Haushalten schon vor der industriellen Massenproduktion zubereitet wurde.
Quark selbst ist ein traditionelles Milchprodukt, das besonders im deutschsprachigen Raum beliebt ist und sich durch seinen hohen Proteingehalt auszeichnet. Mit etwa 12 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm liefert er wichtige Bausteine für wachsende Kinder. Die Kombination mit Früchten macht ihn zu einem ausgewogenen Snack, der Kohlenhydrate, Proteine und Vitamine vereint. In anderen Ländern wird Quark oft durch griechischen Joghurt oder Skyr ersetzt, die ähnliche Eigenschaften aufweisen. Die Verwendung gefrorener Beeren hat zudem den Vorteil, dass Früchte direkt nach der Ernte schockgefrostet werden und so ihre Nährstoffe optimal bewahren. Studien zeigen, dass tiefgekühlte Beeren oft mehr Vitamine enthalten als frische Ware, die mehrere Tage im Supermarktregal liegt.



