Käsekuchen in 10 Minuten fertig: Schüttelkuchen mit köstlicher Himbeersoße

Käsekuchen in 10 Minuten fertig: Schüttelkuchen mit köstlicher Himbeersoße

In nur zehn Minuten steht ein cremiger Käsekuchen auf dem Tisch – klingt unmöglich? Der Schüttelkuchen macht es möglich. Diese geniale Erfindung aus der modernen Backküche revolutioniert die Zubereitung des beliebten deutschen Klassikers. Statt stundenlang zu rühren, kneten und backen, werden alle Zutaten einfach in eine Form gegeben, kräftig geschüttelt und dann gebacken. Das Ergebnis überzeugt mit einer samtigen Konsistenz und intensivem Käsegeschmack. Die fruchtige Himbeersoße setzt einen leuchtend roten Akzent und bringt die perfekte Balance zwischen süß und säuerlich. Ideal für spontanen Besuch oder wenn der Heißhunger auf Käsekuchen ruft, aber die Zeit knapp ist.

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facile

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. den Boden vorbereiten

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Butterkekse in einen verschließbaren Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz – ein langes, rundes Holzwerkzeug zum Ausrollen von Teig – fein zerbröseln. Die Butter in der Mikrowelle oder im Topf schmelzen und zu den Keksbröseln geben. Den Beutel verschließen und kräftig schütteln, bis sich Butter und Krümel gleichmäßig vermischt haben. Diese Mischung in die gefettete Springform geben und mit den Händen oder dem Boden eines Glases fest andrücken, sodass ein gleichmäßiger Boden entsteht.

2. die Käsemasse schütteln

Jetzt kommt der magische Moment: Quark, Pudding-Pulver, Zucker, Eier, Milch und Vanillezucker direkt in die Springform auf den Keksboden geben. Dabei ist die Reihenfolge egal – einfach alles hineinwerfen. Den Deckel der Springform aufsetzen oder die Form mit Alufolie fest verschließen. Nun die Form mit beiden Händen festhalten und etwa 30 bis 40 Sekunden kräftig schütteln. Dabei die Form in verschiedene Richtungen bewegen – hoch, runter, kreisend –, damit sich alle Zutaten perfekt vermischen. Die Masse sollte am Ende cremig und ohne Klumpen sein.

3. backen und abkühlen lassen

Die Springform vorsichtig öffnen und in den vorgeheizten Backofen stellen. Den Kuchen etwa 45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und die Mitte nur noch leicht wackelt. Ein kleiner Wackeltest hilft: Die Form leicht bewegen – wenn die Mitte noch etwas zittert, ist der Kuchen perfekt. Nach der Backzeit den Ofen ausschalten und die Ofentür einen Spalt öffnen. Den Kuchen weitere 10 Minuten im Ofen ruhen lassen, damit er nicht zusammenfällt. Anschließend aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

4. die Himbeersoße zubereiten

Während der Kuchen abkühlt, die gefrorenen Himbeeren in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze langsam auftauen lassen. Den Puderzucker und Zitronensaft hinzufügen und etwa 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Himbeeren zerfallen und eine dickflüssige Soße entsteht. Wer eine glatte Soße bevorzugt, kann die Masse durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Die Soße in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen oder warm servieren.

5. servieren und genießen

Den abgekühlten Käsekuchen vorsichtig aus der Springform lösen. Mit einem scharfen Messer, das vorher kurz in heißes Wasser getaucht wurde, in gleichmäßige Stücke schneiden. Jedes Stück auf einen Dessertteller legen und großzügig mit der Himbeersoße beträufeln. Wer mag, kann noch einige ganze gefrorene Himbeeren als Dekoration darauf verteilen oder mit frischer Minze garnieren.

Charlotte Morgenstern

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch cremigere Konsistenz den Quark vor der Verwendung durch ein feines Sieb streichen. Das Schütteln funktioniert am besten, wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben – also Eier und Quark rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Wer keine Springform mit Deckel hat, kann auch eine große Schüssel verwenden: Alle Zutaten hineingeben, mit Frischhaltefolie abdecken und schütteln, dann erst in die gefettete Form gießen. Die Himbeersoße lässt sich auch mit anderen Beeren wie Erdbeeren, Brombeeren oder einer Beerenmischung zubereiten.

die passende Begleitung zum Schüttelkuchen

Zum cremigen Käsekuchen mit fruchtiger Himbeersoße passt am besten ein frisch aufgebrühter Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die Bitterkeit des Kaffees harmoniert wunderbar mit der Süße des Kuchens und der Säure der Himbeeren. Wer es lieber kalt mag, serviert einen Eiskaffee oder eine kalte Zitronenlimonade. Für Kinder eignet sich ein Glas kalte Milch oder ein Fruchtschorle aus Apfel- oder Johannisbeersaft. An warmen Sommertagen macht sich auch ein Eistee mit Pfirsichgeschmack hervorragend zum Käsekuchen.

Zusätzliche Info

Der Schüttelkuchen ist eine moderne Interpretation des traditionellen deutschen Käsekuchens, der seit Jahrhunderten zur Kaffeekultur gehört. Die klassische Variante entstand vermutlich im Mittelalter, als Quark als günstiges Milchprodukt weit verbreitet war. Der ursprüngliche Käsekuchen wurde mit Hefeteig als Boden zubereitet und mit einer Masse aus Quark, Eiern und Zucker gefüllt. Die Schüttelmethode revolutionierte diese Tradition in den letzten Jahren: Keine aufwendige Teigzubereitung mehr, kein langes Rühren – einfach schütteln und backen. Diese Technik spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine besonders luftige Konsistenz. Der Käsekuchen ist besonders in Deutschland, Österreich und Polen beliebt, wo jede Region ihre eigene Variante pflegt. Die Kombination mit Himbeersoße bringt eine fruchtige Note und macht den Kuchen zum perfekten Dessert für jede Jahreszeit.

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