In deutschen Großstädten wie Berlin oder Hamburg entdecken immer mehr Menschen die pak-choi-suppe für sich. Dieser asiatische Chinakohl, auch bok choy genannt, erobert die vegetarische Küche im Sturm. Die Suppe vereint knackiges Gemüse mit einer aromatischen Brühe und ist in weniger als 30 Minuten fertig. Perfekt für hektische Wochentage, wenn Zeit Mangelware ist, der Geschmack aber nicht leiden darf. Die Kombination aus ingwer, knoblauch und sojasauce verleiht dieser einfachen Suppe eine beeindruckende Tiefe. Pak-choi liefert dabei wichtige Nährstoffe wie Vitamin C und Kalzium. Diese Suppe beweist eindrucksvoll, dass vegetarische Gerichte alles andere als langweilig sein müssen.
15
12
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. die vorbereitungen treffen
Beginne damit, die getrockneten shiitake-pilze in einer Schüssel mit warmem Wasser zu bedecken. Lasse sie mindestens 10 Minuten einweichen, damit sie schön weich werden. Dieser Schritt ist wichtig, denn getrocknete Pilze sind zunächst hart wie Leder. Während die Pilze quellen, kannst du bereits mit dem Gemüse weitermachen. Wasche den pak-choi gründlich unter fließendem Wasser, denn zwischen den Blättern versteckt sich oft Sand. Schneide die Stielenden ab und teile die Blätter in mundgerechte Stücke. Die weißen Stiele und die grünen Blätter trennst du am besten, denn sie haben unterschiedliche Garzeiten.
2. aromaten vorbereiten
Schäle den ingwer mit einem Löffel oder Sparschäler. Ein Löffel funktioniert überraschend gut und verschwendet weniger vom wertvollen Ingwer. Schneide ihn in feine Scheiben oder kleine Würfel, je nachdem, wie intensiv du den Geschmack möchtest. Größere Stücke kannst du später leichter herausfischen. Schäle die knoblauchzehen und hacke sie fein. Die frühlingszwiebeln wäschst du und schneidest sie in dünne Ringe. Trenne dabei das Weiße vom Grünen, denn das Weiße kommt früher in die Suppe, das Grüne dient später als frische Garnitur.
3. die brühe aufsetzen
Erhitze das pflanzenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib den gehackten ingwer und knoblauch hinein und brate beides etwa 2 Minuten an. Du wirst merken, wie ein herrliches Aroma durch deine Küche zieht. Pass auf, dass der knoblauch nicht braun wird, sonst schmeckt er bitter. Gieße nun die gemüsebrühe hinzu und bringe alles zum Kochen. Die Brühe bildet die geschmackliche Grundlage deiner Suppe, also verwende eine gute Qualität. Füge die sojasauce und das sesamöl hinzu. Das sesamöl ist ein aromatisches Öl aus gerösteten Sesamkörnern, das der Suppe eine nussige Note verleiht.
4. pilze und nudeln hinzufügen
Nimm die eingeweichten shiitake-pilze aus dem Wasser und drücke sie leicht aus. Schneide die harten Stiele ab und schneide die Pilzhüte in Streifen. Gib sie in die kochende Brühe. Das Einweichwasser kannst du durch ein feines Sieb gießen und ebenfalls zur Brühe geben, denn es enthält viel Geschmack. Füge nun die reisnudeln hinzu. Diese dünnen, weißen Nudeln aus Reismehl brauchen nur wenige Minuten zum Garen. Rühre gelegentlich um, damit sie nicht zusammenkleben.
5. pak-choi garen
Nach etwa 4 Minuten, wenn die Nudeln fast gar sind, gibst du zuerst die weißen Stielteile des pak-choi in die Suppe. Diese brauchen etwas länger als die Blätter. Lasse sie 2 Minuten köcheln. Dann fügst du die grünen Blätter hinzu und lässt alles weitere 2 Minuten garen. Der pak-choi soll noch Biss haben und nicht zu weich werden. Übergartes Gemüse verliert nicht nur seine Konsistenz, sondern auch wertvolle Vitamine. Die Blätter sollten leuchtend grün bleiben und nicht grau werden.
6. abschmecken und servieren
Nimm den Topf vom Herd und schmecke die Suppe ab. Füge den limettensaft hinzu, der eine frische Säure bringt und die anderen Aromen hervorhebt. Wenn du es scharf magst, streue die chili-flocken hinein. Manche mögen es feurig, andere mild, also passe die Menge deinem Geschmack an. Verteile die Suppe auf vier vorgewärmte Schüsseln. Garniere jede Portion mit den grünen Teilen der frühlingszwiebeln. Diese rohe Garnitur bringt zusätzliche Frische und einen leichten Zwiebelgeschmack. Wenn du möchtest, kannst du noch einige Tropfen sesamöl darüber träufeln.
Tipp vom Chefkoch
Wenn du keine frischen pak-choi findest, kannst du auch chinakohl oder mangold verwenden. Die Garzeit bleibt ähnlich. Für eine noch intensivere Brühe kannst du einen Streifen kombu-alge mitkochen lassen. Diese getrocknete Meeresalge verleiht eine umami-reiche Tiefe. Entferne sie vor dem Servieren. Falls du die Suppe noch sättigender machen möchtest, füge gewürfelten tofu hinzu. Brate ihn vorher kurz an, damit er außen knusprig wird. Die Suppe lässt sich gut vorbereiten, aber koche die Nudeln und den pak-choi erst kurz vor dem Servieren, damit sie nicht matschig werden.
passende getränke zur pak-choi-suppe
Zu dieser leichten, aromatischen Suppe passt hervorragend ein grüner tee, besonders ein japanischer sencha oder ein chinesischer longjing. Die grasigen Noten des Tees harmonieren perfekt mit dem gemüsigen Charakter des pak-choi. Wenn du lieber etwas mit mehr Körper möchtest, probiere einen trockenen riesling aus Deutschland. Seine frische Säure und fruchtigen Aromen ergänzen die würzige Brühe wunderbar. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles lagerbier oder ein japanisches asahi. Die leichte Bitterkeit des Bieres kontrastiert schön mit der würzigen Süße der Suppe. An kalten Tagen passt auch ein ingwertee ausgezeichnet, der die Ingwernoten in der Suppe aufgreift und verstärkt.
Zusätzliche Info
Die pak-choi-suppe hat ihre Wurzeln in der kantonesischen Küche Südchinas. Dort wird pak-choi seit Jahrhunderten angebaut und in unzähligen Gerichten verwendet. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „weißes Gemüse“ und bezieht sich auf die hellen Stiele. In Asien gilt pak-choi als kühlend nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin und wird besonders im Sommer geschätzt. Die Suppe selbst ist eine moderne, vereinfachte Version traditioneller chinesischer Gemüsesuppen. In Vietnam gibt es ähnliche Suppen mit pho-brühe, in Japan mit miso. Die Vielseitigkeit des pak-choi macht ihn zu einem beliebten Gemüse in der vegetarischen und veganen Küche weltweit. Er enthält mehr Kalzium als Milch, bezogen auf das gleiche Gewicht, und ist reich an Antioxidantien. In Deutschland wird pak-choi inzwischen auch regional angebaut, besonders in Bio-Gärtnereien rund um Großstädte.



