Der saftiger Zitronenkuchen vom Blech erobert seit Jahren die Herzen von Hobbybäckern und Genießern gleichermaßen. Was dieses Rezept so besonders macht, ist die Zugabe von Joghurt, die dem Kuchen eine unglaublich lockere und feuchte Konsistenz verleiht. Im Gegensatz zu klassischen Zitronenkuchen, die manchmal trocken ausfallen können, garantiert diese Variante einen saftigen Genuss, der mehrere Tage frisch bleibt. Die Kombination aus der Säure der Zitronen und der Cremigkeit des Joghurts schafft ein perfektes Gleichgewicht, das jeden Bissen zu einem Erlebnis macht. Dieser Blechkuchen eignet sich hervorragend für Familienfeiern, Kaffeekränzchen oder einfach als süßer Begleiter zum Nachmittagskaffee. Die Zubereitung ist unkompliziert und auch für weniger geübte Bäcker problemlos zu meistern.
25
35
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Backofens und der Form
Heize den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Lege ein Backblech mit Backpapier aus oder fette es leicht ein. Diese Vorbereitung ist wichtig, damit der Kuchen später nicht am Blech kleben bleibt und sich problemlos lösen lässt. Achte darauf, dass das Backpapier gut in den Ecken liegt, damit der Teig gleichmäßig verteilt werden kann.
2. Zubereitung der trockenen Zutaten
Siebe das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine große Rührschüssel. Das Sieben bedeutet, die Zutaten durch ein feines Sieb zu geben, um Klümpchen zu entfernen und Luft einzuarbeiten. Füge den Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz hinzu. Vermische alle trockenen Zutaten gut miteinander, sodass sie gleichmäßig verteilt sind. Dieser Schritt sorgt dafür, dass das Backpulver später gleichmäßig im Teig wirkt und der Kuchen schön aufgeht.
3. Mischen der feuchten Zutaten
In einer separaten Schüssel schlägst du die Eier mit einem Schneebesen oder dem Handrührgerät leicht auf. Gib dann den Joghurt, das Sonnenblumenöl, 40 ml Zitronensaft und den abgeriebenen Zitronenabrieb hinzu. Rühre alles gut durch, bis eine homogene Masse entsteht. Der Joghurt ist hier das Geheimnis für die saftige Konsistenz, während das Öl für zusätzliche Feuchtigkeit sorgt. Die Zitrone verleiht dem Kuchen seine charakteristische frische Note.
4. Vereinigung von trockenen und feuchten Zutaten
Gieße die feuchte Mischung zu den trockenen Zutaten in die große Rührschüssel. Rühre mit dem Handrührgerät oder einem Schneebesen vorsichtig, aber gründlich, bis ein glatter Teig entsteht. Achte darauf, nicht zu lange zu rühren, da der Teig sonst zäh werden könnte. Es ist völlig normal, wenn kleine Klümpchen im Teig bleiben. Der Teig sollte eine mittlere Konsistenz haben, weder zu flüssig noch zu fest.
5. Teig auf das Blech geben
Verteile den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech. Nutze einen Teigschaber oder einen Löffel, um den Teig in alle Ecken zu streichen. Die Oberfläche sollte möglichst glatt sein, damit der Kuchen gleichmäßig aufgeht. Bei einem kleineren Blech wird der Kuchen etwas höher, bei einem größeren Blech flacher. Für 4 Personen eignet sich ein kleineres Blech von etwa 20 x 30 cm perfekt.
6.
Schiebe das Blech in den vorgeheizten Backofen auf die mittlere Schiene. Backe den Kuchen für etwa 30 bis 35 Minuten. Der Kuchen ist fertig, wenn er goldbraun ist und die Oberfläche beim leichten Drücken zurückfedert. Mache die Stäbchenprobe, indem du einen Holzspieß in die Mitte des Kuchens stichst. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen durchgebacken. Lass den Kuchen im Ofen nicht zu dunkel werden, da er sonst trocken wird.
7.
Während der Kuchen backt, bereitest du die Glasur vor. Vermische den Puderzucker mit den restlichen 20 ml Zitronensaft in einer kleinen Schüssel. Rühre gut um, bis eine glatte, dickflüssige Glasur entsteht. Falls die Glasur zu dick ist, füge tropfenweise etwas mehr Zitronensaft hinzu. Ist sie zu dünn, gib etwas mehr Puderzucker dazu. Die Glasur sollte vom Löffel langsam herunterlaufen, aber nicht zu flüssig sein.
8.
Nimm den fertigen Kuchen aus dem Ofen und lass ihn etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen. Steche mit einer Gabel mehrmals kleine Löcher in die Oberfläche des noch warmen Kuchens. Verteile dann die Zitronenglasur gleichmäßig über den Kuchen. Die Glasur wird teilweise in die Löcher einziehen und dem Kuchen noch mehr Feuchtigkeit und Zitronengeschmack verleihen. Lass den Kuchen vollständig auskühlen, bevor du ihn in Stücke schneidest. So kann die Glasur fest werden und der Kuchen seine perfekte Konsistenz entwickeln.
Tipp vom Chefkoch
Für einen noch intensiveren Zitronengeschmack kannst du zusätzlich etwas Zitronenöl in den Teig geben. Verwende immer unbehandelte Bio-Zitronen für den Abrieb, da konventionelle Zitronen oft mit Wachsen behandelt sind. Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser, da er dann richtig durchgezogen ist. Bewahre ihn in einer verschlossenen Dose auf, damit er nicht austrocknet. Falls du keine Zitronen zur Hand hast, funktioniert das Rezept auch mit Orangen, allerdings wird der Geschmack milder. Für eine besondere Note kannst du gehackte Pistazien oder Mandeln unter den Teig heben.
Die perfekte Begleitung zum saftigen Zitronenkuchen
Zu diesem erfrischenden Zitronenkuchen passt hervorragend ein frisch aufgebrühter Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die Bitternoten des Kaffees harmonieren wunderbar mit der Süße und Säure des Kuchens. Alternativ empfiehlt sich ein Earl Grey Tee, dessen Bergamotte-Aroma die Zitrusnoten des Kuchens unterstreicht. Für Kinder oder Teeliebhaber eignet sich auch ein Pfefferminztee oder ein Zitronenverbene-Aufguss. An warmen Tagen ist ein gekühlter Eistee mit Zitrone eine erfrischende Wahl. Wer es gerne süßer mag, kann auch einen Holunderblütensirup mit Sprudelwasser servieren, der die floralen Noten schön ergänzt.
Zusätzliche Info
Der Zitronenkuchen hat eine lange Tradition in der europäischen Backkultur. Besonders in Deutschland und Österreich gehört der Blechkuchen zu den beliebtesten Kuchenformen, da er sich einfach zubereiten lässt und für viele Personen reicht. Die Verwendung von Joghurt im Teig ist eine relativ moderne Entwicklung, die aus der türkischen Backkunst übernommen wurde. Dort wird Joghurt seit Jahrhunderten in süßen und herzhaften Teigen verwendet, um eine besondere Saftigkeit zu erzielen. Der Blechkuchen unterscheidet sich von Rundkuchen dadurch, dass er auf einem flachen Backblech gebacken wird und sich leicht in rechteckige Stücke schneiden lässt. Dies macht ihn ideal für Feiern und Buffets. Die Zitrone als Hauptzutat bringt nicht nur Geschmack, sondern auch wertvolles Vitamin C in den Kuchen. In der Backgeschichte wurde Zitronenkuchen oft zu besonderen Anlässen serviert, da Zitronen früher als exotische Früchte galten und teuer waren.



