Der vegetarische Döner mit Schafskäse erobert die deutschen Küchen im Sturm und beweist, dass Fast Food auch ohne Fleisch zum kulinarischen Highlight werden kann. Diese moderne Interpretation des türkischen Klassikers kombiniert cremigen Schafskäse mit knackigem Gemüse und einer erfrischenden Gurken-Joghurt-Sauce, die an traditionelles Tzatziki erinnert. In nur 30 Minuten zaubert man ein vollwertiges Gericht, das sowohl Vegetarier als auch Fleischliebhaber begeistert. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Kochkenntnisse und gelingt auch Anfängern mühelos. Mit dieser Rezeptvariante bringt man orientalische Aromen auf den Teller, ohne dabei auf Geschmack oder Sättigung verzichten zu müssen.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Gurken-Joghurt-Sauce vorbereiten
Die Salatgurke waschen und mit einer Reibe grob raspeln. Die geraspelte Gurke in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Sauce nicht zu wässrig wird. Den griechischen Joghurt in eine Schüssel geben und die ausgedrückte Gurke hinzufügen. Die Knoblauchzehen schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken oder sehr fein hacken. Den Knoblauch zum Joghurt geben. Zwei Esslöffel Zitronensaft, einen Esslöffel Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzufügen. Alles gründlich vermischen und die Sauce im Kühlschrank ziehen lassen, während die anderen Zutaten vorbereitet werden. Die Aromen entwickeln sich so optimal.
2. Schafskäse würzen und anbraten
Den Schafskäse aus der Packung nehmen und vorsichtig trocken tupfen. In etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. In einer kleinen Schüssel Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano, eine Prise Salz und Chiliflocken vermischen. Diese Gewürzmischung verleiht dem Käse eine orientalische Note. Die Käsescheiben auf beiden Seiten leicht mit der Gewürzmischung bestreuen. Zwei Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die gewürzten Käsescheiben vorsichtig in die Pfanne legen und von jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten goldbraun anbraten. Der Käse sollte außen eine leichte Kruste bilden, aber innen noch seine Form behalten. Nicht zu heiß braten, sonst verbrennen die Gewürze.
3. Gemüse schneiden und vorbereiten
Während der Käse brät, das Gemüse vorbereiten. Den Eisbergsalat waschen, trockenschleudern und in feine Streifen schneiden. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Wer es milder mag, kann die Zwiebelringe kurz in kaltem Wasser einweichen, um die Schärfe zu reduzieren. Alle geschnittenen Gemüse bereitstellen, damit beim Zusammenstellen des Döners alles griffbereit ist. Die Zutaten können auch nach persönlichem Geschmack variiert werden, beispielsweise mit Paprika oder eingelegten Peperoni.
4. Fladenbrot erwärmen
Die Fladenbrote kurz vor dem Servieren erwärmen, damit sie schön weich und angenehm warm sind. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sie für etwa 30 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen, in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten kurz anrösten oder für zwei bis drei Minuten bei 180 Grad im Backofen aufbacken. Die Pfannenmethode verleiht den Broten eine leichte Röstung und macht sie besonders aromatisch. Wichtig ist, die Brote nicht zu lange zu erhitzen, da sie sonst trocken und hart werden. Warm gehaltene Fladenbrote lassen sich auch besser falten und füllen.
5. Döner zusammenstellen
Nun kommt der spannendste Teil, das Zusammenstellen des vegetarischen Döners. Jedes erwärmte Fladenbrot auf einem Teller oder Brett ausbreiten. Zuerst eine großzügige Portion der gekühlten Gurken-Joghurt-Sauce auf dem unteren Drittel des Brotes verteilen. Darauf eine Schicht Eisbergsalat legen, gefolgt von den Tomatenscheiben und den roten Zwiebelringen. Die gebratenen Schafskäsescheiben gleichmäßig darauf verteilen. Noch einmal etwas Sauce über den Käse träufeln. Nach Belieben mit zusätzlichen Chiliflocken oder frischen Kräutern wie Petersilie oder Minze garnieren. Das Brot von beiden Seiten zur Mitte hin einschlagen und fest zusammenrollen. Mit Backpapier oder Alufolie umwickeln, damit nichts herausfällt.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch authentischere Note kann man dem Schafskäse vor dem Braten eine leichte Mehlierung geben. Dafür die gewürzten Käsescheiben kurz in etwas Mehl wenden, bevor sie in die Pfanne kommen. Dies sorgt für eine noch knusprigere Kruste. Wer den Döner schärfer mag, kann der Joghurt-Sauce etwas Harissa oder Sambal Oelek hinzufügen. Die Sauce lässt sich auch hervorragend einen Tag im Voraus zubereiten, sie schmeckt dann sogar noch intensiver. Übrig gebliebene Sauce passt ausgezeichnet zu Ofengemüse oder als Dip zu Rohkost. Für eine vegane Variante kann man den Schafskäse durch marinierten und gebratenen Tofu oder Halloumi-Ersatz austauschen und griechischen Joghurt durch Sojajoghurt ersetzen.
Passende Getränke zum vegetarischen Döner
Zum vegetarischen Döner mit Schafskäse passen erfrischende Getränke, die die würzigen Aromen ergänzen. Ein klassischer Ayran, das traditionelle türkische Joghurtgetränk, harmoniert perfekt mit den orientalischen Gewürzen und mildert die Schärfe ab. Alternativ passt ein gekühlter Pfefferminztee, der in der türkischen Küche gerne zu herzhaften Speisen gereicht wird. Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein leichter, trockener Weißwein wie ein Grüner Veltliner oder ein Sauvignon Blanc, dessen Frische die cremige Joghurt-Sauce ausbalanciert. Ein alkoholfreies Granatapfel-Getränk oder eine Zitronenlimonade bieten ebenfalls erfrischende Kontraste zu den würzigen Komponenten.
Zusätzliche Info
Der Döner, in Deutschland auch als Döner Kebab bekannt, gehört zu den beliebtesten Fast-Food-Gerichten und hat eine faszinierende Geschichte. Erfunden wurde er in seiner heutigen Form in den 1970er Jahren in Berlin von türkischen Einwanderern, die das traditionelle türkische Gericht an den deutschen Geschmack anpassten. Die vegetarische Variante ist eine moderne Weiterentwicklung, die der wachsenden Nachfrage nach fleischlosen Alternativen Rechnung trägt. Schafskäse, auch Feta genannt, stammt ursprünglich aus Griechenland und wird traditionell aus Schafs- oder Ziegenmilch hergestellt. Seine salzige, cremige Konsistenz macht ihn zum idealen Fleischersatz. Die Gurken-Joghurt-Sauce basiert auf Tzatziki, einer klassischen griechischen Vorspeise, die seit Jahrhunderten in der mediterranen Küche verwendet wird. Diese Fusion verschiedener kulinarischer Traditionen macht den vegetarischen Döner zu einem echten multikulturellen Gericht.



